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Die hessische Naziszene rückt ins Visier

Hermann Schaus ist Landtagsabgeordneter der Linken und stellvertretender Vorsitzender des Lübcke-Untersuchungsausschusses. Die CDU hat ihn mit in dieses Amt gewählt, obwohl sie im hessischen Landtag normalerweise keine gemeinsamen inhaltlichen Anträge mit den Linken und der AfD formuliert. Doch Hermann Schaus hat sich längst auch über die Grenzen der eigenen Partei den Ruf als engagierter Aufklärer in Sachen Rechtsextremismus in Hessen erarbeitet. Schaus will im Untersuchungsausschuss vor allem mögliche Versäumnisse des hessischen Verfassungsschutzes bei der Beobachtung des Mordverdächtigen Stephan E. und seines möglichen Beihelfers Markus H. thematisieren:

„Auf der anderen Seite geht es uns natürlich darum, jetzt die Kontakte zu durchleuchten. Das Landesamt für Verfassungsschutz sieht mittlerweile insgesamt 65 Personen aus der nordhessischen Neonazi-Szene, die mit E. oder H. in Kontakt standen. Da wollen wir genau rein. Was sind das für Leute? Zum großen Teil kennen wir auch deren Biografien oder wir hatten im NSU-Untersuchungsausschuss schon aktenmäßig mit ihnen zu tun. Aber das weitet sich. Ich finde, das ist eine erstaunlich große Zahl, die ist ja jetzt offiziell. Die hat mich selbst erschreckt, als ich sie gehört habe.“

Quelle: www.deutschlandfunkkultur.de/mordfall-walter-luebcke-die-hessische-naziszene-rueckt-ins.1001.de.html