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Pressemitteilung von Hermann Schaus


Der 9. November mahnt: Rassismus und Antisemitismus sind tödlich!

Zum 9. November erklärt Hermann Schaus, Obmann der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag im Lübcke-Untersuchungsausschuss:

„Der 9. November hat in der deutschen Geschichte viele Bedeutungen. Doch keine geht über das hinaus, was am 9. November 1938 überall in Deutschland geschah: der Beginn der Shoah, des Holocausts, der systematischen Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden im deutschen Faschismus. Besonders beschämend ist, dass auch aktuell jüdische Kultur und jüdisches Leben vor massiven Drohungen und Terror, wie in Halle, geschützt werden müssen. Die Shoah muss uns eines lehren: Nie wieder.“

Der 9. November werde oft als ‚Schicksalstag der Deutschen‘ bezeichnet, so Schaus, weil er 1848 mit dem Mord an Robert Blum das Ende der bürgerlichen Revolution markierte. Der 9. November 1918 dagegen der Beginn der ersten deutschen Republik gewesen sei und das Ende des Ersten Weltkriegs markiere. Hinzu komme der 9. November 1989, die Öffnung der Berliner Mauer und der Prozess der Wiedervereinigung.

„Am 9. November 1938 wurden in Deutschland 1.400 Synagogen und Jüdische Gebäude niedergebrannt. Mehr als 800 Jüdinnen und Juden wurden an diesem Tag ermordet. Fast eine ganze Bevölkerungsgruppe und Kultur wurde in den Jahren darauf systematisch vernichtet, sechs Millionen Jüdinnen und Juden in ganz Europa. Leider müssen wir daran nicht nur aus historischer Verantwortung erinnern, sondern auch wegen nach wie vor aktueller anti-jüdischer Bedrohungen. Es ist beschämend, dass jüdische Kultur und jüdisches Leben auch heute besonderen Schutz brauchen. Verbale und körperliche Übergriffe haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. 2020 sind in Deutschland über 2.300 antisemitische Straftaten registriert worden. Und dies ist nur die Spitze eines Eisberges. Die Straftaten kommen ganz überwiegend aus der politischen Rechten. Auch in der sogenannten Querdenker-Szene werden massiv anti-jüdische Klischees bedient. An den 9. November erinnern heißt auch: Kein Raum für Rassismus und Antisemitismus.“


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