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Pressemeldung von Hermann Schaus


Rechter Terror: Durchsuchung in Weilburg

 

 

 

 

Warum tanzt Bernd Tödter den Behörden seit Jahren auf der Nase herum?

Die Polizei hat ein mutmaßliches rechtsextremes Netzwerk ausgehoben. Am Dienstagmorgen durchsuchten Beamte Wohnungen von zwölf Verdächtigen in Hessen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Sie sollen sich im Juli 2019 mit weiteren Beteiligten im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg zur Gruppierung ‚Aryan Circle Germany‘ zusammengeschlossen haben. Dazu erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Einerseits ist es gut, dass die Durchsuchungen stattfanden. Andererseits muss man fragen, warum und wie es der Anführer der Gruppe, Bernd Tödter, seit Jahrzehnten schafft, den Behörden auf der Nase herum zu tanzen, massenhaft Straftaten zu verüben und eine Neonazi-Vereinigung nach der anderen zu gründen. Denn nach unserer Kenntnis ist Tödter wieder einmal Führungsperson der jetzt unter dem Namen ‚Ayran Circle‘ auftretenden Gruppe.“

Tödter sei seit den frühen 1990er Jahren für schwerste Straftaten verantwortlich, einschließlich Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetzt, Körperverletzung und Totschlag, so Schaus. Nach Antifa-Recherchen drängte es ihn - kaum aus dem Gefängnis entlassen - zur Gründung der militanten Neonazi-Vereinigung ‚Aryan Circle.

Nach Angaben der federführenden Staatsanwaltschaft Flensburg und des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein stießen die Ermittler erst bei einer Recherche im Internet auf die ‚neue Gruppierung‘. Wenn das stimmt, zeigt sich mal wieder, dass viele lokale Antifa-Gruppen offenbar weitaus besser informiert sind, als Vertreter der Sicherheitsbehörden. Jemanden wie Bernd Tödter darf man niemals aus den Augen verlieren. Im Gegenteil: Man sollte ihn nun schnellstmöglich hinter Schloss und Riegel bringen.“