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Pressemeldung von Hermann Schaus


Gerichtsurteil gegen Hessen: Innenminister Beuth hätte sich entschuldigen sollen statt weiter gegen verletzten Eintracht-Fan zu prozessieren

Zum Gerichtsurteil gegen das Land Hessen, welches zur Zahlung von Schadensersatz und Schmerzensgeld an einen verletzten Eintracht-Frankfurt-Fan verurteilt wurde, erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: 

„Es ist traurig, dass ein durch die Polizei verletzter Fußball-Fan sein Recht noch mühsam einklagen muss, weil das Land Hessen es ihm auch nachträglich fortlaufend verweigert. Leider scheint Peter Beuth (CDU) Macht mit Recht zu verwechseln. Auch einen Vergleich lehnte das Land Hessen ab. Nun muss es zahlen und steht umso blamierter da. Der Verletzte kam nur deshalb zu seinem Recht, weil das polizeiliche Fehlverhalten von anderen Fans gefilmt wurde. Das ist ein Fall, der nur sehr selten vorkommt."

Der Kleinkrieg von Innenminister Beuth gegen die Eintracht Frankfurt habe mit dem umstrittenen Polizeieinsatz vor einem Jahr bereits groteske Züge erreicht, so Schaus. Dass dabei ein Eintracht-Fan durch die Polizei übertrieben hart angegangen und ernstlich verletzt wurde, sei trauriger Höhepunkt dieses Kleinkriegs. Spätestens an diesem Punkt sei nicht nur Deeskalation, sondern eine Entschuldigung von Polizei und Innenminister gegenüber dem Verletzten Fan angebracht gewesen. Dies umso mehr, da die Szene in einem Youtube-Video dokumentiert worden sei und somit jedermann sehen konnte: nicht der angegangene Fan verhielt sich in der Szene aggressiv und gefährlich, wie von Innenminister Beuth behauptet, sondern die Polizisten.

„Der Bruch eines Lendenwirbels ist keine Kleinigkeit. Und er war ‚nur‘ der traurige Höhepunkt eines mindestens sehr missglückten Polizeieinsatzes gegen die Eintracht und ihre Fan-Szene insgesamt. Wir erinnern: Bei dem Einsatz wurde das gesamte Stadion und mehrere Fanclubs durchsucht und dabei nichts Anstößiges gefunden - wohl aber das Verhältnis zwischen Polizei und Eintracht Frankfurt nachhaltig zerstört. Ich fordere Herrn Beuth daher erneut zur Entschuldigung und zur Anerkennung des jetzt ergangenen Gerichtsurteils auf.“