Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Pressemeldung von Hermann Schaus


Erweiterte Ermittlungen gegen mutmaßlichen Lübcke-Mörder: Verdacht eines weiteren Tötungsversuchs gegen Stephan Ernst

Zu aktuellen Meldungen des Recherchenetzwerks Deutschland und der Tagesschau erklärt Hermann Schaus, innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag: 

„Neben dem Mord an Walter Lübcke stand bislang im Raum, dass Stephan Ernst einen Migranten lebensgefährlich verletzt sowie Todeslisten gegen etwa 60 Personen aus dem Großraum Kassel angelegt haben soll. Nun konkretisiert sich ein weiterer Vorwurf: Gegen einen antifaschistisch engagierten Lehrer aus Kassel wurde im Jahr 2003 ein Mordversuch unternommen. Durch einen Schuss wurde der Kopf des Betroffenen nur um Zentimeter verfehlt. Schon damals vermutete man die Täter in der militanten Kasseler Naziszene. Sie konnten aber nicht ermittelt werden. Wenn nun verschlüsselte Daten mit Foto, Adresse und Funktionen des betroffenen Lehrers auf dem Computer von Stephan Ernst gefunden wurden und diese aus dem Jahr 2002 stammen, dann führt die Spur auch dieses Mordversuchs ganz unweigerlich zu Stephan Ernst.

Zu fragen ist daher: Woher hatte Stephan Ernst die Daten und die Verschlüsselung? Und: Hat er alleine gehandelt? Es drängt sich - auch aufgrund der Biografie von Stephan Ernst - immer mehr der Verdacht auf, dass er als Teil einer rechtsterroristisch-klandestinen Gruppe möglicherweise bis hin zum NSU-Umfeld in Straftaten verwickelt war. Diese zu ermitteln bleibt unsere unbedingte Aufgabe.“