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Pressemitteilung von Hermann Schaus


Skandalöser Polizeieinsatz gegen Eintracht-Fans: Peter Beuth - nicht Fangruppierungen und Vereinsführung der Eintracht - sollte sich von Gewalt distanzieren

Zur Eskalation zwischen Peter Beuth und Fangruppierungen der Frankfurter Eintracht und dem gestrigen Polizeieinsatz im Frankfurter Waldstadion erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 „Natürlich müssen Sicherheitskräfte gegen Gewalt ausübende und die Sicherheit gefährdende Hooligans vorgehen. Doch was sich gestern im Frankfurter Waldstadion abgespielt hat, ist nicht zu rechtfertigen. Dass Peter Beuth nun eine Distanzierung von Gewalt durch den Eintracht Präsident Peter Fischer und durch die Fanclubs erwartet, ist geradezu absurd:

Die rechtlich fragwürdigen Durchsuchungen in Fanräumen waren komplett erfolglos, es wurde nicht das geringste belastende gefunden. Doch bei dem folgenden, völlig überzogenen Polizeieinsatz wegen eines Transparents wurden offenbar mehrere Menschen verletzt. Deshalb sollte sich Minister Peter Beuth selbst von der eingesetzten Gewalt distanzieren. Dass ein Beteiligter bei diesem unnötigen Polizeieinsatz einen Lendenwirbelbruch erlitten hat, sollte den Minister veranlassen auf die Polizeiführung einzuwirken, statt nachträglich zur Angriffsverteidigung überzugehen.“

 Auch bleibe unklar, auf welcher rechtlichen Grundlage das entsprechende Fan-Transparent rechtlich beanstandet werde, so Schaus. Einen Schlagstockeinsatz rechtfertige dies nicht.

„Ich erinnere an Büttenreden des Karnevalisten Peter Beuth, in der er sich über die Abschiebung Minderjähriger lustig gemacht hat. Wer derart austeilt, wer sich über Jahre hinweg die Fan-Gruppierungen zum Feind macht und das Klima vergiftet, der muss mit einem Spott-Transparent leben können. Einen Knüppeleinsatz rechtfertigt dies keinesfalls.“

 Hinweis: DIE LINKE wird den Innenminister sowohl nach den Rechtsgrundlagen, wie auch nach den im Internet dokumentierten Übergriffen der Polizei gegen umstehende Personen in der Parlamentswoche befragen. Zu sehen ist u.a. wie Polizisten mehrfach auf Personen einschlagen bis diese umfallen, ohne dass zuvor irgendeine Gewalt erkennbar war.

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